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Heil-und Gewürzpflanze des Monats: der Bärlauch (Allium ursinum) – es liegt was in der Luft!

Der Bärlauch oder auch Waldknoblauch genannt, ist eine unserer ersten heimischen blühenden Wildpflanzen. Ab Februar/März kann man den Bärlauch vielerorts sehen und von Weitem riechen, besonders in Wäldern auf feuchten Böden.Er nutzt als typischer Frühjahrsblüher (Geophyt) die blattlose Zeit der Laubbäume, um rasch teppichartige Bestände auszubilden.

An seinem Duft (er entsteht durch seinen hohen Gehalt an schwefelhaltigen ätherischen Ölen) erkennt man gleich seine Zugehörigkeit zu den Lauchgewächsen (Alliaceae); als solches ist er mit Gemüse wie Küchenzwiebeln und Porree verwandt.

Der Bärlauch wirkt durch seine reichhaltigen Inhaltstoffe vor allem entgiftend und blutbildend. Durch seinen hohen Gehalt an Eisen wirkt er Eisenmangel entgegen. Aber auch Magnesium, Mangan und Kalium bringt das würzige Kraut mit. Außerdem enthält der Bärlauch vergleichsweise mehr Vitamin C als Zitronen. Die scharfen Senfölglykoside fördern zudem die Verdauung und regen den Stoffwechsel an. Was will man mehr?!

 

Hier erhalten Sie alle Informationen auf einem Blatt: Maerz_2026_Baerlauch

 

Gerne geben wir im Naturschutzzentrum kleinere Mengen von Bärlauch über den Gartenzaun – so unsere fleißigen Gartenhelfer gerade im Garten aktiv sein sollten!

Am 28. März, unserem Tag der Offenen Tür, geben wir auch größere Portionen Bärlauch gegen Spende ab, so dass Sie gleich ans Werk des Zubereitens gehen können.

Bei Fragen zu Kräutern im Allgemeinen können Sie sich gerne an die Verfasserin, Karin Blomenkamp wenden:

info@naturschutzzentrum-bruchhausen.de

 

 

WICHTIG: Bitte beachten Sie beim Sammeln in der Natur die „Handstraußregel“:

Pro Pflanze nur ein Blatt ernten. Nur dann kann sich die Pflanze gut weiter entwickeln! Bitte achtsam Ernten, d.h. nur so viel mitnehmen, wie man zum Essen benötigt (eine Handvoll Blätter von verschiedenen Pflanzen).

Dann ist im Sinne der Nachhaltigkeit dafür gesorgt, dass wir im kommenden Frühjahr das leckere Frühjahrsgemüse erneut genießen können.

Bitte nicht in Naturschutzgebieten sammeln!

 

Und bitte Vorsicht:

Die giftigen Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlose sehen denen des Bärlauchs sehr ähnlich!

Nur wer den Bärlauch sicher erkennt, sollte ihn sammeln. Das gilt natürlich für alle unsere heimischen Wildkräuter.

Bestimmungsbücher und/oder entsprechende Seiten im Internet mit Abbildungen der Pflanzen können beim Erkennen helfen.

Zum Schluss noch ein leckeres Rezept: 

In Bruchhausen lieben wir die Haltbarmachung von Kräutern z.B. durch Zubereiten einer Kräuterpaste:

In dieser Paste steckt:

  • 250g Bärlauch – frisch aus dem Garten
  • 150 ml Öl nach Wahl – wir bevorzugen Olivenöl oder Leinöl
  • 25g Salz – feines Salz für den Mixer – grobes Salz für die Zubereitung im Mörser

Und so wird’s gemacht:

  • Bärlauchblätter waschen und anschließend gründlich tupfen. Die Stiele entfernen und die Blätter in sehr feine Streifchen schneiden.
  • Bärlauch, Öl und Salz in einen Mixer oder Mörser geben und fein pürieren.
  • Die Bärlauchpaste in saubere kleine Gläser mit Schraubdeckel füllen, etwas Öl oben drauf geben, verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

Im Kühlschrank hält die Paste mit etwas Glück und wenn wir sauber gearbeitet haben und immer nur mit einem sauberen Löffel entnehmen, bis zur nächsten Bärlauch-Saison und kann für viele Gerichte zum gesunden Würzen verwendet werden.

 

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