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Heil-und Kräuterpflanze des Monats Mai: Wer kennt sie nicht – die große Brennessel

Urtica dioica – die Brennessel    Brennnessel Portrait

Die Brennnessel ist eine mehrjährige, heimische Wild- und Heilpflanze. Sie ist vor allen Dingen bekannt für ihre schmerzhaften Brennhaare.

Sie wächst auf stickstoffreichen Böden, wird 30–150 cm hoch und blüht von Juli bis September. Sie hat nicht nur einen hohen Wert für unsere Ernährung, sondern dient auch als sehr wichtige Futterpflanze für zahlreiche heimische Schmetterlingsraupen. Bekannte Schmetterlingsarten wie z.B. Admiral, Kleiner Fuchs oder Tagpfauenauge legen ihre Eier auf den Brennnesselblättern ab. Daher bitte keine Brennnesseln sammeln, wenn Schmetterlingsraupen auf den Blättern sichtbar sind.

Durch Ihre Inhaltsstoffe wie z.B. Eisen, Vitamin C und Kieselsäure, ist die Brennnessel für uns als Heil- und Küchenkraut besonders wertvoll.

In der Heilanwendung werden zahlreiche Einsatzgebiete genannt, wie: Blutreinigung, Blutarmut, Eisenmangel, Allergien, Hautleiden, Haarausfall, Nierenerkrankungen, Harnwege, Wassereinlagerungen, Gelenkentzündungen, Gicht und Rheuma.

Nun ein besonders gesundes REZEPT!

Bernds Rezept:

„Spinat aus Giersch, Brennnesseln und Hopfensprossen“  (es geht hier um den „grünen Brei“ wie bei Popeye; nicht um Blattspinat wie bei Pizza !!)

Angegebene Mengen beziehen sich auf 2-3 Personen

Geerntete Wildkräuterzutaten (in der Zeit von Mitte April bis Mitte Mai <je nach Frühlingsverlauf> aus dem Garten oder von guten Stellen in der Natur). Ich ernte nur unbeschädigte, hübsche und reine Triebspitzen und Blätter von:

pflanzliche Bestandteile

  • Giersch, 150 Gramm,
  • Brennnesseln 80 Gramm, und
  • Hopfen-Triebspitzen 40 Gramm, (kann man auch frisch beim Biogärtner auf dem Markt kaufen).
  • Dazu bevorzugt auch einen weichen Zentraltrieb (~30 cm) vom gerade austreibenden Maggikraut (ggf. durch 1 EL gekaufte Trockenware ersetzbar).

Würzbeiträge
je nach individuellem Geschmack

  • einen glatt vollen Esslöffel (EL) Muskat (meines Erachtens unverzichtbar);
  • einen Teelöffel (TL) Salz und – diesen Geheimtipp empfehlen alle Küchenfachleute: bei der Zugabe von Salz immer auch die gleiche Menge Zucker beigeben, bei Allem. (Von beidem allerdings so wenig, als möglich!);
  • Zucker oder Honig (auch alt übrig gebliebenen Honig; er verdirbt nicht);
  • 1 TL Pfeffer (egal welchen, wir hatten zuletzt geschenkt bekommen: <grünen Pfeffer in Salzlake eingelegt>); kann aber auch gemahlener schwarzer sein;
  • ½ TL Kurkuma/ Curcuma;

UND GANZ AM ENDE

  • Blubb“ (= Kochsahne, süße Sahne, saure Sahne, Schmand, auch Schmant oder Schmetten; JE NACH BELIEBEN) sowie gleichzeitig
  • zusätzlich gegebenenfalls zur Einstellung der Konsistenz – vor dem letzten Aufwallen am Herd – etwas Weizenmehl und/oder Hafermehl/-flocken zugeben.

Vorgehensweise

  1. 1,5 Liter Wasser mit den Würzbeiträgen zum Kochen bringen
  2. zentrale pflanzliche Bestandteile hineingeben und weichkochen (~ 10 min)
  3. mit Stabmixer fein pürieren
  4. von der Kochplatte nehmen und Sahne + ggf. Mehle zugeben und verrühren
  5. auf der abgeschalteten Kochplatte einmal aufwallen und ~ 5 min quellen lassen
  6. abkühlen und aufessen, oder portioniert in der Gefriertruhe verwahren; (ich koche 1 x im Jahr das 4-5-fache und nehme dann aus meiner Truhe).

Noch eine persönliche Anmerkung zum Schluss: ich achte schon beim Ernten auf Sauberkeit <= ohne Tierspuren, Erde oder Staub, Faulstellen etc.>. Deshalb fehlt bei mir der Hinweis, der sonst zu manchen Punkten zur Verarbeitung gehört: „sorgfältig waschen“.

 Bernhard May

 

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