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Netzwerk Schulgarten beim Naturschutzzentrum Bruchhausen: Projekt „Essen aus der Tonne – Containern mal anders“ gestartet

Wie begeistert man Menschen für Natur, Umweltschutz und ein nachhaltiges Leben?

Das „SDZ-Netzwerk Schulgarten im Kreis Mettmann“ hat darauf eine kreative Antwort. Im Rahmen des Landesprogramms „Schule der Zukunft“ (SDZ) entwickeln Schulen, Kitas und Partner gemeinsame Projekte, die insbesondere Kinder und Jugendliche fürs Gärtnern gewinnen sollen. Nach „Fair-graben“ – einer Aktion zur Bodengesundheit, bei der Unterhosen vergraben und damit für das Thema Boden sensibilisiert wurde – und dem Anlegen von Wildblumenwiesen startet nun das dritte Gemeinschaftsprojekt.

„Essen aus der Tonne – Containern mal anders“ heißt die neue Idee. Beim Auftakt im Naturschutzzentrum Bruchhausen in Erkrath erhielten die Teilnehmenden Saatgut zwei verschiedener Kürbissorten: „Hokkaido“ und „Gelber Zentner“. Das Besondere: Die Pflanzen wachsen demnächst in ausrangierten Mülltonnen heran. So bekommt die Tonne ein „zweites Leben“ als mobiles Hochbeet – nachhaltig, platzsparend und ideal für Einrichtungen ohne eigenen Schulgarten.

Im Mittelpunkt steht nicht der Wettbewerb um den größten Kürbis, sondern der Austausch: Das Netzwerk versteht sich als offenes Forum, in dem Erfahrungen geteilt, Tipps zur Anzucht gegeben und gemeinsam Lösungen gefunden werden. Wie „mobiles Gärtnern“ funktionieren kann, zeigt das Gymnasium Hochdahl: Nach dem Brand im vergangenen Frühjahr kann die Schule trotz fehlendem Schulgarten mitmachen – und ihre „Beete auf Rädern“ im Sommer beim Rückzug aus Düsseldorf nach Erkrath einfach mitnehmen.

Beteiligt sind in diesem Jahr u. a.:

das Naturschutzzentrum Bruchhausen (Koordination)

die GGS Erkrath, das Gymnasium Hochdahl, das Gymnasium am Neandertal (Erkrath),

die Kolping-Kita Lummerland, das Berufskolleg Bleibergquelle und das Gut Hixholz (Velbert),

das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (Ratingen) sowie

die Biologische Station Haus Bürgel (Monheim).

Während des Projekts werden die Entwicklungen dokumentiert und Erfahrungen fortlaufend geteilt. Ende des Sommers trifft sich das Netzwerk wieder, präsentiert die Ergebnisse – und verwandelt die hoffentlich prächtigen Kürbisse gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in leckere Gerichte.

Aus der Tonne holen – und in der Tonne wachsen lassen: Dieses Projekt erweitert den Gedanken des Containerns um eine kreative, nachhaltige Variante.

Kontakt und weitere Infos:

Simona Grothkast (Lehrerin und Mitarbeiterin im Naturschutzzentrum Bruchhausen),

s.grothkast@gymneander.de

 

www.naturschutzzentrum-bruchhausen.de

 

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